Glossar

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Buchstabe S

 

 

Saar:
Nebenfluss der Mosel, knapp südlich von Trier mündend. Für die Weine gilt ähnliches wie für die der Ruwer.

Saftig:
Bezeichnung für volle, fettige, substanzreiche Weine, bei denen man etwas zu “kauen” hat.

Salzig:
Beigeschmack von Fino-Sherry, der in Soleras mit viel Blume gereift ist.

Samtig:
Milder, angenehmer und seidiger Geschmack, vor allem bei Rotweinen.

Sangría:
Erfrischendes, typisch spanisches Getränk aus Wein und Früchten, hauptsächlich Zitronen.

St-Emilion:
Liefert neben den Weinen des Medoc die besten Bordeaux-Rotweine.

Sauber:
Wein ohne jeglichen Defekt, weder im Geruch noch im Geschmack.

Sauer:
Wein, bei dem der Säuregeschmack dominiert. Dieser entsteht durch die natürlichen Fruchtsäuren der Trauben oder bei der Gärung.

Sauerkirschrot:
Heller als Rotwein und dunkler als Rosé.

Säure:
Die in der Weintraube vorkommenden Säuren sind Wein-, Apfel- und Milchsäure. Essigsäure kann sich nur durch falsche Behandlung einstellen und verdirbt den Wein. Ein gewisser Säuregrad ist notwendig, da sonst jeder Wein schal und abgestanden schmecken würde. Wein mit viel Säure nennt man herb.

Sauternes:
Teildistrikt des Weinbaugebiets Graves südlich von Bordeaux, berühmt für seine Beeren - und Trockenbeerenauslesen, die aus der Sauvignon - und Semillon - Traube gewonnen werden.

Sauvignon:
Traubensorte, aus der die weißen Bordeaux, manchmal zusammen mit der Semillon-Traube, gekeltert werden.

Schale:
Haut der Traube.
Schiava:
Italienische Bezeichnung für die in Südtirol Grossvernatsch genannte Traube, aus der u. a. der echte Kalterer See gewonnen wird.

Schillerwein:
Württembergische Weinspezialität, für die Rot- und Weisswein zusammen gekeltert werden. auch Rotling.

Schönung:
Gesetzlich erlaubte Methode zur Klärung des Weins durch organische oder chemische Substanzen.

Schwanz:
Tritt ein auffälliger Nachgeschmack beim Probieren eines Weines ein, so hat dieser einen Schwanz. Das kann im Guten wie im Schlechten gelten.

Schwefeln:
Zusatz von Schwefeldioxid, schwefliger Säure oder Sulfiten zum Most oder Wein, um die Gärung zu verlangsamen oder zu stoppen.

Semillon:
Französische Weissweintraube, die zusammen mit der Sauvignon-blanc-Traube den Sauternes und Graves liefert.

Sherry:
Der berühmteste spanische Wein, der in der Umgebung der südspanischen Stadt Jerez (von den Briten in Sherry verballhornt) wächst. Trocken als Aperitif, süss als Dessertwein getrunken. Man unterscheidet drei Haupttypen: Amontillado, Fino und Oloroso. Da die Flaschen nach dem sogenannten Solerasystem aus Fässern von Weinen verschiedener Jahrgänge gefüllt werden, gibt es keine Jahrgangssherrys.

Sieger-Traube:
Von Scheu-Alzey gezüchtete Kreuzung zwischen der Tafeltraube Madeleine Angevine und dem Gewürztraminer.

Silvaner:
Häufig auch Sylvaner geschrieben. Wahrscheinlich aus Transsylvanien (Karpaten) stammende Weissweintraube, die früh reift, relativ widerstandsfähig ist und je nach I,age und Jahrgang gute bis vorzügliche Weine liefert. Früher als »Österreicher« bezeichnet, im Elsaß fälschlich Tokajer und im Schweizer Wallis Johannisberg genannt.

Sirup:
Seidig, glyzerinreich. Ein voller und sehr milder Wein.

Solera:
Die untere Reihe übereinander gelagerter Fässer, in der die ältesten Weine hergestellt werden. Ausserdem ist das ein Reifesystem, bei dem die jungen Weine mit den ältesten aufgewertet werden. Die Reifetechnik der Dessertweine von Jerez.

Sommelier:
Der französische Weinkellner, oft auch Kellermeister, trägt eine Probetasse (»Tastevin«) um den Hals und eine Schürze.

Sortenechtheit:
Aus einer einzigen Traubenart hergestellter Wein.

Speicher:
Der für diesen Ort typische Geruch nach altem trockenen Holz und Staubbelag. Ein charakteristisches Merkmal bei sehr alten Weinen, die über 10 Jahre in der Flasche lagern und zuvor lange Zeit in viel gebrauchten Barriques reiften.

Spriten:
Zusetzen von hochwertigen Branntweinen vor allem bei Südweinen, um die Gärung zu unterbrechen, möglichst viel Süße zu erhalten und die notwendigen Alkoholgrade zu erreichen.

Spritzig:
Wein mit natürlicher Kohlensäure (Perlen), vor allem bei bestimmten jungen Weinen.

Stahlfarben:
Blasse Farbe mit Metallglanz, kennzeichnend für einige Weissweine.

Stoppen:
Abbrechen der Gärung durch Schwefeln oder Kühlen.

Strohfarben:
Sehr heller Weisswein, der an Getreide erinnert.

Struktur:
Das körperliche “Gerüst” des Weines, wobei all seine Inhaltsstoffe miteinander harmonieren sollten: Säure, Alkohol, Tannine, Dicke, etc.

Süsse:
Kein Qualitätsprädikat für Wein oder doch nur bedingt, wie z. B. bei guten Sauternes oder deutschen Beerenauslesen. Bei den meisten anderen Weinen wird die Süsse nur durch Spriten (Südweine), durch Stoppen oder durch Zuckerung erzielt. Deutsche Weine dürfen die Geschmacksangabe »süss« tragen.

 

 

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