Glossar

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Buchstabe A

 

 

Abbauen:
Alterserscheinung, hauptsächlich herbeigeführt durch Säureverlust (Altern).

Abbeeren:
Die Weintrauben von der Maische trennen.

Abfüllen:
Umfüllung aus den Fässern in Flaschen.

Abgang:
Erwünschter Nachgeschmack eines guten Weines im Mund.

Abgerundet:
Ein Wein, der der Herkunft, der Traubensorte und dem Jahrgang nach nichts zu wünschen übriglässt. Voll im Geschmack. Es muss kein grosser Wein sein.

Abstich:
Eliminierung der bei der zweiten Gärung in einer Schaumwein-Flasche entstandenen Ablagerungen. Ausleeren des Fasses, um den Wein vom Trester zu trennen.

Aceton:
Gehört zur gleichen Familie wie der Firnis. An Nagellack erinnernder Geruch, der für sehr alte Branntweine charakteristisch ist.

Adstringierend:
Wörtlich: zusammenziehend. Geschmacksempfindung vor allem bei gerbstoffreichen Rotweinen.

Aerob:
Biologischer Prozess, bei dem Sauerstoff zugeführt wird.

Affenthaler:
Rotwein der Spät(Blau-)burgunder-Traube aus dem Ave-Tal - daher ursprünglich der Name. Im mittleren Schwarzwald zwischen Bühl und Durbach. Früher häufig mit afrikanischem Rotwein verschnitten.

Albariza:
Sehr helle Boderart, reich an Kalkspat, typisch für die Gegend um Jerez.

Aldehydisch:
Alkoholischer und gleichzeitig ranziger Geschmack bei sehr alkoholreichen und durch Sauerstoffzufuhr gereiften alten Weinen.

Alkohol:
Farblose, leicht verdampfende Flüssigkeit (C2 H5OH = Äthylalkohol). Entsteht durch die Einwirkung von Hefepilzen (Enzyme) auf den Zucker der Trauben, der in Alkohol und Kohlensäure auf gespalten wird. Der Alkoholgehalt deutscher Weine liegt zwischen 8 und 12, französischer, italienischer, spanischer und anderer Weine ausserhalb Mitteleuropas zwischen 10 und 15, bei Südweinen zwischen 18 und 25 Prozent. Die Höhe des Alkoholgehalts ist kein Gütemerkmal.

Alkoholisch:
Vorherrschende Geschmacksnote des Aromas, ohne jedoch aggressiv zu wirken.

Alkoholische Fermentation:
Biologischer und chemischer Prozess, bei dem der im Most enthaltene Zucker durch die Gärhefen in Alkohol und andere Inhaltsstoffe des Weines umgewandelt wird. Die grossen Schaumweine enstehen durch eine Spezialfermentation in Flaschen und entwickeln dabei ihre Perlen.

Altern:
Die Auffassung, dass Wein desto besser ist, je älter er ist, gilt nicht mehr. Jeder Wein hat ein bestimmtes Lebensalter und - wie der Mensch - seine Jugend, seine Reife und sein Alter. Älter als drei bis fünf Jahre sollte nur werden: Spitzengewächse der Bordeaux-, Burgunder- und deutschen Weissweine sowie Portweine. Von den italienischen Weinen: Barolo, Gattinara, Barbareso und Chianti antico (hier nur wenige Sorten) Spanischer Sherry altert überhaupt nicht.

Amaible:
Italienische Bezeichung für liebenswürdig und angenehm. Wird bei Weinen als Bezeichung angewandt, die süss, aber nicht übertrieben süss sind.

Amontillado:
Dessertwein aus Jerez, gold- bis bernsteinfarben mit trockenem Haselnussgeschmack. Alkoholgehalt zwischen 17 und 18%.

Andana:
In der Bodega: eine Reihe von Barriques oder Weinfässern, die in den Reifekellern lagern.

Anjou:
Teil der französischen Loirelandschaft, deren Roséweine die vebreitetsten, aber nicht immer die besten sind.

Anregend:
Ein Wein, der zum Weitertrinken reizt, ohne anspruchsvoll zu sein.

Anstechen:
Einschlagen des Zapfhahnes in das Zapfloch des Fasses.

Añada:
Jahrgang der Weinlese, muss auf der Flasche vermerkt sein.

Añejo:
In Barriquen oder Flaschen mindestens 3 Jahre lang gereifter Wein.

Apfelmilchsäuregärung:
Die zweite, durch Bakterien ausgelöste Gärung einiger Weine, bei der sich die Milchsäure in Apfelsäure verwandelt. Dieser Prozess stellt sich jedoch nicht immer ein.

Appelation contrôlée:
In Frankreich 1935 eingeführte und staatlich überwachte Bezeichnung. Sie garantiert die Herkunft eines Weines aus einem ganz bestimmten Gebiet, aber auch die vorgeschriebene Verwendung einer ganz bestimmten Traubensorte, die Einhaltung der gleichfalls vorgeschriebenen Pflege (z. B. Schnitt und Düngung) und die Ernte des Weins zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Appellation contrôlée schreibt schliesslich auch den Umfang der Bepflanzung der einzelnen Weinberge vor. Von diesen Qualitätsvorschriften sind zur Zeit etwas über 200 französische Weine erfasst. Die Bezeichnung, häufig zu A.C. abegekürzt.

Aroma:
Geruchseindruck, der sich beim Hinunterschlucken bemerkbar macht.

Art:
Ein Wein, der Art hat, erfüllt die Ansprüche, die man an ihn nach Herkunft, Traubensorte, Charakter, Jahrgang und Alter stellt.

Ätherisch:
Merkmal von Destillaten mit einer gewissen alkoholischen Intensität, bei der Oxydationsgärung; die alkoholische Potenz selbst enthüllt die Aromastoffe des Destillates. Das Alter spielt hierbei eine grosse Rolle.

Ausbau:
Alle Massnahmen der Kellerwirtschaft, um Weine haltbarer und unempindlicher gegen Hitze, Kälte und Lichteinwirkung zu machen, ohne dass sie ihre Reinheit und Ausgeglichenheit verlieren.

Ausbruch:
Frisch gepresstem Traubenmost werden eingetrocknete, überreife Beeren zugesetzt. Der so gewonnene naturreine Wein heißt Ausbruch.

Ausgeglichen:
(harmonisch)

Ausgewogen:
Dieser Begriff definiert einen guten Wein. Gleichgewicht all seiner Komponenten (Alkohol und Eichengeschmack) und wohlschmeckenden Nuancen, ohne dass ein Aroma heraussticht. So bezeichnet man einen ausgewogenen Wein...

Auslese:
Qualitätswein mit Prädikat, bei dem nur vollreife Trauben unter Aussonderung aller kranken und unreifen Beeren verwendet werden dürfen, dem kein Zucker zugesetzt werden darf und dem auf Antrag eine Prüfungsnummer, die auf dem Etikett zu verzeichnen ist, zugeteilt wird. Der deutschen Auslese entspricht der ungarische und burgenländische Ausbruch.